Technische Faktoren

Ressourcen für die Entwicklung

Datennutzung nach Projektende

Übertragbarkeit & Skalierbarkeit

Qualitätssicherung

Nutzerinterface

Ressourcen für die Entwicklung
Die Förderbedingungen wirken sich zum Teil auch auf die Ressourcen aus, die für die Entwicklung von Software zur Verfügung stehen. Ist eine Förderung nur im Rahmen von ersten Feldtests gegeben, muss bedacht werden, dass die Entwicklung bis zur Marktreife einer weiteren Finanzierung bedarf. Zudem stehen auch Forschungsprojekte häufig in der Beantragung unter einem gewissen Kostendruck, der möglicherweise dazu führt, dass nur Ressourcen bis zu einem ersten Funktionstest kalkuliert werden. Das ist aus Forschungssicht zum Teil auch ausreichend, es entsteht dann aber eine Lücke für die Verstetigung, die mitgedacht werden sollte.
Datennutzung nach Projektende
Für die Entwicklung neuer Software und Tools werden in Forschungsprojekten häufig Daten erhoben, um die Anwendungen zu testen, zu kalibrieren oder um als Datenbanken im Hintergrund zu wirken. Sind diese Daten durch Privatpersonen oder Unternehmen geschützt, kann es passieren, dass Datenschutzvereinbarungen nur für den Zeitraum des Forschungsprojekts gelten und eine Nutzung nach der Projektlaufzeit nicht zulässig ist. Das kann eine Weiternutzung der entwickelten Anwendungen verhindern oder zumindest verkomplizieren, wenn dafür neue Vereinbarungen getroffen werden müssen. Es ist also durchaus sinnvoll, die Verwertung schon bei der Datenschutzvereinbarung im Rahmen des Projekts mitzudenken und anzulegen.
Übertragbarkeit & Skalierbarkeit
Im Rahmen eines Forschungsprojekts werden neue Anwendungen häufig auf einen bestimmten Anwendungsfall zugeschnitten und für diesen entwickelt. Aus Forschungssicht kann es dabei durchaus interessant sein, die Entwicklungen möglichst passgenau zu erarbeiten und dadurch detaillierte Erkenntnisse zu gewinnen. Die Übertragbarkeit und Skalierbarkeit der Anwendungen, die für eine Vermarktung meist notwendig sind, können dazu im Widerspruch stehen. Da hier eine Verallgemeinerbarkeit unter anderem von Daten, Ausdehnung oder Örtlichkeit notwendig ist. Das erfordert eine andere Herangehensweise. Daher sollten die Möglichkeiten der Übertragbarkeit und Skalierbarkeit schon zu Projektbeginn mitgedacht werden, um an den relevanten Stellen flexibel zu bleiben.
Qualitätssicherung
Das Thema Qualitätssicherung spielt sowohl in Forschungsprojekten als auch bei kommerziellen Anwendungen eine Rolle, allerdings in unterschiedlichen Ausprägungen. Währende es im kommerziellen Bereich Standards und Tools gibt, wie eine Qualitätssicherung aussehen sollte, geht es im Forschungsbereich vor allem um die Qualität der Forschungsergebnisse. Ein Beispiel ist die Qualitätssicherung von Inputdaten: Im Rahmen eines Forschungsprojekts können die Daten einzeln bezüglich ihrer Qualität geprüft werden. Bei einer Verstetigung im Rahmen einer kommerziellen Anwendung muss hier eine übertragbare oder sogar automatisierte Routine etabliert werden.
Nutzerinterface
Da bei der Entwicklung von digitalen Anwendungen in Forschungsprojekten häufig die Entwickler*innen selbst die Bedienung und Auswertung vornehmen oder im Projekt beteiligte Personen hierfür eingewiesen werden können, wird zum Teil kein Nutzerinterface entwickelt. Das ist im Forschungsprozess verständlich, da auch dies eine Vielzahl an Ressourcen kostet. Nicht nur für die kommerzielle Verbreitung, auch für eine interne Weiternutzung kann die Entwicklung eines einfachen bis komplexen Nutzerinterface jedoch sinnvoll oder sogar notwendig sein. Für ein gutes Nutzerinterface müssen die Endnutzer*innen jedoch auch in den Entwicklungsprozess eingebunden werden.