doi
10.14279/DEPOSITONCE-18454
Abstrakt
Der vorliegende Bericht des Moduls Digitalisierung der Begleitforschung Energiewendebauen besteht aus Forschern der Technischen Universität Berlin, der Universität der Künste Berlin, des Einstein Center Digital Future und des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung. Es quantifiziert Forschungsthesen zur Digitalisierung der Energiewende in Deutschland. Hierzu wurden 270 Experten befragt. Der Bericht umfasst die Bewertung von Thesen zu Modellierung, Datensuffizienz, digitalen Geschäftsmodellen, Datenschutz und Regulierungen, Umweltauswirkungen digitaler Anwendungen sowie allgemeine Einschätzungen und zukünftige Forschungsthemen. Im Fokus der Fragen steht die Digitalisierung im Kontext klimafreundlichen Planens, Bauens und Betreibens von Gebäuden, Quartieren und Wärmenetzen. Die Thesen werden aus Interviews und Workshops entwickelt und dienen der Quantifizierung einzelner Aussagen. Die Antworten deuten darauf hin, dass nach Ansicht der Experten die entsprechenden Technologien bereits vorhanden sind, es jedoch an Regulierung, Zugänglichkeit von Lösungen, Automatisierung und Integration mangelt. Als mögliche Lösungsansätze werden Standards, Methoden zur Datenwiederverwendung und -aggregation sowie Richtlinien und Weisungen zur Schaffung von Transparenz und zur Identifizierung von Mehrwerten genannt. Die Experten gehen davon aus, dass vielen Menschen die Vorteile der Digitalisierung in der Energietechnik nicht bewusst sind. Die Befragten betonen die Bedeutung der Einbindung der Nutzer in die Entwicklung und fordern transparente Leitlinien zu Notwendigkeiten, Vor- und Nachteilen der Digitalisierung. Beispielsweise wird die ökologische Bewertung digitaler Anwendungen als wichtig erachtet, es fehlen jedoch Kenntnisse und Informationen für eine umfassende Bewertung. Die Befragten wünschen sich Mechanismen zur Bewertung von Vor- und Nachteilen sowie die Entwicklung fairer Benchmarks und Vergleiche. Regulierung gilt als Hindernis für die Umsetzung neuer Geschäftsmodelle und die Energiewende. Die Experten betonen, dass eine bessere Aufklärung von Regulierung und Datenschutz erforderlich sei, beispielsweise durch Zertifizierungsprogramme. Im Bereich der Methoden und Modelle wird die Datenverfügbarkeit als entscheidend erachtet. Als Möglichkeiten, dem Fachkräftemangel zu begegnen, werden einfache Modelle und unterstützte Prozesse genannt. Als wichtige Aspekte gelten auch die effiziente Nutzung von Datensätzen, die Verfügbarkeit nicht sensibler Daten von öffentlichem Interesse sowie offene Standardtools. Als Herausforderung wird die Integration unterschiedlicher Komponenten wie technische Gebäudeausrüstung, Informations- und Kommunikationstechnik sowie Gebäude gesehen. Lösungen sehen die Befragten in Form digitaler Schatten und modularer Aufteilung von Modellen und Datensätzen.
Autoren
Rehmann F., Cudok F., Rupp V., Von Grafenstein M., Kegel J., Aretz A., and Streblow R.
Copyright
Creative Commons Attribution Non Commercial 4.0 International
Stichworte
technik, medizin, angewandte wissenschaften, ingenieurwissenschaften, andere fachrichtungen der ingenieurwissenschaften, data governance, data sufficiency, datengovernance, datensuffizienz, digitalisierung, energie, energiewende, energy, energy transition, digitalization
Publikationsjahr
2023
Link zur PDF oder Journalseite
https://depositonce.tu-berlin.de/handle/11303/19655
Kurzbeleg
F.2023b
Fokus
technisch
Institution
Technische Universität Berlin