Datengovernance
Für Unternehmen hat sich der Begriff „Dark Data“ etabliert für Daten, die gesammelt, gespeichert, aber nicht aktiv genutzt oder analysiert werden. Diese ungenutzten Daten entstehen oft im Zuge der täglichen Geschäftstätigkeiten, beispielsweise durch die Erfassung von Kundeninteraktionen, Protokolldaten von Maschinen oder durch die Speicherung von E-Mails und Dokumenten. Obwohl Dark Data potenziell
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wertvolle Informationen enthalten könnten, werden sie häufig übersehen oder nicht ausreichend analysiert. Das Problem mit diesen Daten ist, dass sie gespeichert werden, oftmals auch doppelt durch Sicherungen, die Nutzenden keinen Überblick haben, welche Daten vorhanden und wie sie auffindbar sind und dadurch Ressourcen von Arbeitskräften und Technologien verschwendet werden.
Damit in Forschungsprojekte selbst oder in digitale Anwendungen, die für eine spätere kommerzielle Nutzungsphase entwickelt werden, keine oder wenige Dark Data produziert werden, unterstützt eine Datengovernance die Datensuffizienz, indem sie Richtlinien für die Speicherung, Verarbeitung und Nutzung von Daten etabliert, die sicherstellen, dass qualitativ hochwertige Daten verfügbar sind, die sowohl leicht zugänglich als auch potenziell nützlich sind.